Edeltraud Reindl
Kategorie: Bemerkenswerk | Autor: susi | 04. Juni um 12:08 Uhr
Die Kirche ist Edeltraud Reindls zweites Zuhause. Sie kümmert sich schon seit einer halben Ewigkeit darum, dass das Pfarrgemeindeleben in Bad Füssing läuft. Obwohl sie ihren schwer kranken Mann pflegt und ein Hotel leitet, bleibt immer noch Zeit und Energie für das Ehrenamt. Schon mit neun Jahren wurde Edeltraud Reindl zur Lektorin und ist es bis heute geblieben.
Mit 15 Jahren übernahm sie das Amt der Jugendführerin der Katholischen Landjugend - erst zur Hochzeit legte sie dieses nieder. Als der Pfarrgemeinderat 1969 gegründet wurde, stellte sich die heute 61-jährige zur Wahl. 27 Jahre war sie Schriftführerin, seitdem ist sie zweite Vorsitzende. Seit sechs Jahren ist Edeltraud Reindl auch noch als nebenamtliche Mesnerin tätig. „Für mich ist die Mesnerarbeit ein guter Ausgleich. Ich pflege ja meinen Mann, als Mesnerin kann ich einige Stunden richtig abschalten. Ich habe nie daran gedacht aufzuhören.“ Ob die Organisation des wöchentlichen Orgelkonzerts, die Vorbereitung von Vorträgen oder die Mithilfe bei kirchlichen Festen – Edeltraud Reindl ist dabei. Trotzdem bleibt sie bescheiden. „Alleine könnte ich das nicht. Wir sind eben ein super Team.“
Vergangenes Jahr hat sie für ihr Engagement die Stephanusplakette bekommen. Wieder zeigt sie sich bescheiden. „Ich habe mich zwar sehr gefreut, aber ich weiß nicht,ob ich das verdient habe – es gibt viele Leute im Sozialen Dienst, die mehr leisten. Mir macht die Arbeit im Pfarrleben viel Freude – man darf es nicht als Arbeit sehen, sondern als Mithilfe in der Pfarrgemeinde.“


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