Lange Beine in engen schwarzen Leggings, blonde in Form gefönte Haare – einfach nur sexy. Und diese heiße Erscheinung gibt es gleich im Doppelpack. Kein Wunder, dass es die hübschen Duftsisters auf das Cover der PAparazzi geschafft haben. Die PAparazzi hat die Schärdinger Zwillinge im Friseurladen ihrer Mutter besucht. Schon von weitem fällt das Geschäft auf, lila-rosa Fassaden, aufgepeppt mit Elementen aus Riffelblech.
Drinnen warten schon die zwei sympathischen Friseusen. Topgestylt, wie immer. „Das liegt uns einfach im Blut“, sagt Nadja. „Wir sind ja hier im Laden aufgewachsen, hatten immer mit Styling zu tun. Es wurde uns quasi in die Wiege gelegt“, ergänzt Tamara. Schminken, Frisieren und Mode sind die großen Leidenschaften der Zwillinge. Aber nicht die einzigen. Beide sind begeistert von fetten Autos. „So ein Audi mit ordentlich PS unter der Haube, das ist schon was Schönes“, sind sie sich einig. Und wenn man die Gefährte dann auch noch selbst fahren darf, sind die Duft-Sisters nicht mehr zu halten. Die Idee: ein Rennen. Wer ist zuerst in Passau? Und dann kräftig in die Eisen steigen. Dummerweise haben es die beiden Österreicherinnen nicht mal bis zur Grenze geschafft. Die Polizei in Zivil hat sie verfolgt. Am Ende mussten sich beide wegen fünf verschiedener Verkehrsdelikte verantworten. Ganz nach dem Motto: Klug war es nicht, aber geil. „Naja, den Führerschein haben wir noch“, scherzt Nadja. Das Klischee von den braven Zwillingsschwestern, die schon als Kinder nur im rosa Partnerlook unterwegs waren, verkörpern die Dufts in keinster Weise. „Privat sind wir fast nie gleich anzogen. Heute haben wir es uns mal wieder ausgemacht.“ Und mit rosa Schleifen im Haar konnten die beiden noch nie was anfangen. „Wir wurden nie verwöhnt, wir haben sogar die Sachen von unserem Bruder getragen“, erzählt Nadja. „Naja, ganz so arm waren wir auch nicht dran. Immerhin hatten wir ein Kindermädchen und das hat uns dann doch recht oft gleich angezogen“, fällt ihr Tamara ins Wort.
Wie dem auch sei – auf alle Fälle waren die heute 22-Jährigen schon in Kindheitstagen total ausgeflippt. Da gab es doch bestimmt die eine oder andere Aktion? „Ja, die Geschichte mit der Ratte“, sagt Tamara sofort. „Nein, bitte nicht“, versucht Nadja sie aufzuhalten. Doch Tamara erzählt schon. „Da waren wir noch klein, wirklich sehr klein. Wir sind mit unserer Freundin rausgegangen und haben an einem großen Kanalrohr gespielt, in dem wir eine Ratte verschwinden sahen. Das mussten wir uns genauer ansehen. Also haben wir unserer Freundin die Hose ausgezogen und damit einen Damm gebaut. Kurz darauf kam auch schon die Ratte, die wild paddelte. Ich griff zu und dann hat sie mich doch tatsächlich gebissen. Das hat vielleicht weh getan. Dann hab ich sie halt wieder losgelassen und doch nicht mit nach Hause genommen“, erzählt Tamara und lacht. „Sie ist die Rattenfängerin, nicht ich“, stellt Nadja sicherheitshalber klar.
Noch heute hat Tamara ein Faible für exotische Tiere. Während Nadja ganz vernarrt in zwei Perserkatzen ist, schaut Tamara lieber ihrer Vogelspinne zu. „Aber mit der Zeit wird‘s auch langweilig. Jetzt verkaufe ich sie wieder“, sagt sie gleichgültig. Das Geld kann sie dann für eine ihrer Reisen beiseite legen. „Ich reise für mein Leben gern. Asien hab ich schon gesehen, als nächstes möchte ich nach Australien.“ Am Strand liegen und faulenzen, dafür kann sich die 22-Jährige nicht begeistern. Lieber fährt sie durch die Gegend, macht eine Safari, bei der sie viele Tiere sieht und die Natur genießen kann. Außerdem gehört bei ihr das Tauchen zum Urlaub. „Ich hab zwar erst fünf Tauchgänge, aber schon jetzt ist ein Urlaub ohne Tauchen kein Urlaub mehr“, erzählt sie begeistert. Ein Tauchgang pro Reise muss es mindestens sein. Und ansonsten wird so oft wie möglich geschnorchelt.
Nadja dagegen bleibt lieber zu Hause und macht mit dem Motorrad die Gegend unsicher. Sie hat zwar ein eigenes Bike, träumt aber von der KTM RC 8, einer brandneuen Straßenmaschine. „Mein Motorrad ist zu groß, zu wenig schnitt ig“, sagt sie.
Nach dem größten Wunsch gefragt fallen bei den beiden allerdings weder die Worte Reisen noch Motorrad. Beide schauen sich an und sagen wie aus einem Munde: „Eine eigene Sedcard.“ Das Modeln würde den beiden schon großen Spaß machen. Bisher haben sie allerdings nur in der Heimat ihr Glück versucht – und waren dabei sehr erfolgreich. Nadja wurde bereits zur Miss Innviertel gewählt. Tamara hat bei „Hot or not“, einer Aktion in einer Disco, den ersten Platz be-legt. Dass sie jetzt gemeinsam erfolgreich waren und zu zweit auf das PAparazzi-Cover gekommen sind, ist eine absolute Premiere. „Das war schon eine Überraschung, als wir vom Chefredakteur persönlich angerufen wurden und er uns beide eingeladen hat. Eigentlich hatt en wir uns ja einzeln beworben“, erinnert sich Tamara. Der Plan war, dass eine es zum Casting schafft und diese dann ein Wort für die andere einlegt. Dass das nicht klappen könnte, daran haben die beiden nicht im Traum gedacht. „Klar, überrascht waren wir schon, als wir gleich angerufen wurden, aber insgeheim haben wir damit gerechnet“, sagt Tamara. „Ja, wir kriegen eigentlich immer, was wir wollen.“







