„Was wir von Sportlern lernen können!”

„Langfristiger, stabiler Erfolg unterliegt ganz spezifischen Gesetzmäßigkeiten. Da Leistungssportler entweder selbst oder mit Hilfe von Trainern gezielt darauf hinarbeiten, kann auch jeder von Ihnen entscheidende Verhaltensweisen lernen“, erklärte Gerhard Huber kürzlich bei einem gemeinsamen Vortrag vor Mitgliedern der Wirtschaftsjunioren und des Bundes der Selbständigen in der IHK in Passau. Der aus Neuburg am Inn stammende sowie in der Region bekannte Trainer und Berater übertrug an dem Abend die Besonderheiten erfolgreicher Sportler auf den Alltag einer Führungskraft bzw. eines Selbständigen. Für alle gelte, so Huber, um von den Besten lernen zu können, müsse man das Beste aus seiner jeweiligen Aufgabe machen wollen. „Seien Sie beständig und ausdauernd wie der bekannte Skifahrer Ingemar Stenmark“, „Konzentrieren Sie sich punktgenau wie Tennisass Steffi Graf “ und „Folgen Sie Ihrem (Be-) Ruf “ wie die Fußballlegende Pele waren weitere Tipps, die der 2001 mit einem Unternehmerpreis für sein Konzept Manager und Trainer der Mitarbeiter ausgezeichnete Huber den Zuhörern gab.

Der Boxer Muhammad Ali sei nach enormen Erfolgen in ein „großes sportliches Loch“ gefallen, aus dem heraus er nur durch unglaubliche mentale Stärke gekommen sei. Genauso wichtig sei das Selbstwertgefühl und damit verbunden das Selbstvertrauen. Nur damit habe Ulrike Meyfarth als 16-Jährige 1972 ihren Hochsprung-Olympiasieg errungen, ihn aber insbesondere 1984, also 12 Jahre später, nochmals wiederholen können. Auch der Schwimmstar Mark Spitz habe nach ersten Siegen Einbrüche gehabt und habe nur durch Erfahrungsammeln sowie dessen konsequentes Umsetzen wieder zu alter Stärke zurückgefunden.

Vor allem gelte es aber, die jeweilige Herausforderung zu sehen und nicht das Problem. Er empfahl auch, kooperativ zu führen und ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen.

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