Hellhörig

Erleuchtete Ohren Tinnitus-Spezialist Dr. med. Lutz Wilden geht mit unsinnigen Therapien seiner Berufskollegen hart ins Gericht.

Probleme mit den Ohren zu haben ist heutzutage keine Randerscheinung mehr, sondern ein immer zahlreicher auftretendes Phänomen, das zunehmend jüngere Patienten betrifft. Schwerhörigkeit, Hörüberempfindlichkeit, Morbus Menière, Tinnitus, Druck im Ohr oder Schwindelgefühle sind die Symptome der Folgen eines einzigen grundlegenden Problems: Lärm.

Das Ohr ist ein missachtetes Organ, so Dr. Wilden, das viel zu wenig Beachtung erfahre, weil es einfach meistens zu gut funktioniere, kritisiert er. So gut, dass man das Hören irgendwie als Selbstverständlichkeit hinnimmt. Erst wenn es damit Probleme gibt, werden die Patienten plötzlich sensibilisiert. Tatsache ist, soviel geht aus repräsentativen Patientenbefragungen hervor, dass fast alle Menschen der Ansicht sind, Hören wäre ein „passiver Prozess“ und nicht etwa ein biologischer Vorgang im Körper, der einen erheblichen Energieverbrauch mit sich bringe. Richtiger wäre es, von „Hörarbeit“ zu sprechen, als vom „Hören“, denn allein der Begriff des Hörens drängt schon den falschen Schluss auf, dass es irgendwie von selbst geschehe. In Wirklichkeit ist das Hörorgan im Innenohr ein hochkomplexer Apparat von extrem spezialisierten Sinneszellen die für das Hören Stoffwechselarbeit erfordern. Hören benötigt Energie und strengt den Körper an.

In unserer derzeitigen Gesellschaft ist jedoch das Ohr bei Weitem mehr gefordert als es von der Natur ursprünglich gedacht war. In der Evolution wurde das Ohr in Jahrmillionen als ultraempfindliches Messgerät konstruiert, das seinem Besitzer wichtige Umweltinformationen mitteilte, die über sein Überleben entscheiden konnten. Und eigentlich gab es nur wenige laute Geräusche im Tagesablauf unserer Vorfahren. Heute ist dies anders. Baustellen, Straßenverkehr, Produktionsgeräusche der Industriebetriebe, Fluglärm, Fahrgeräusche der benutzten Verkehrsmittel, Discotheken und Stereoanlagen setzen die Ohren unter einen Schalldruck, für den das Ohr nicht konstruiert ist. Eine Überforderung des Innenohrs, das die Hörarbeit zu leisten hat, ist demnach eine nahe liegende Begleiterscheinung im heutigen Tagesablauf.

Dr. Wilden hat diese Überforderung des Ohrs als Ursache für nahezu alle eingangs beschriebenen Symptome erkannt und konzentriert sich als einer der wenigen Spezialisten darauf, eine Heilung des Ohrs einzuleiten, anstatt das Ohr weiter zu schädigen. So ist zum Beispiel die Schwerhörigkeit in aller Regel auf eine Ermüdung der Hörzellen zurück zu führen, welche die Hörarbeit dann analog zu ermüdeten Muskeln nicht mehr so leistungsfähig durchführen können. Das Mittel der Wahl ist bei vielen HNO-Ärzten jedoch die Verordnung eines Hörgerätes, im Klartext also eines Schallverstärkers. Das Ohr ist also durch zu viel Schalldruck ermüdet und hört nicht mehr so gut. Als Therapie wird der Schalldruck durch einen ins Ohr gesetzten Verstärker noch weiter erhöht. Eine weitere Abnahme der Hörfähigkeit ist damit vorprogrammiert.

Auch beim gefürchteten und weit verbreitetem Tinnitus geht es lediglich um überforderte, überreizte Hörzellen. Aufgrund ihrer extremen Spezialisierung verfügen die Hörzellen über keine eigenen Schmerzrezeptoren. Die einzige Möglichkeit, ein entstehendes Trauma, also eine beginnende Verletzung durch Überlastung zu signalisieren ist akustisch. Das „Pfeifen“ beim Tinnitus ist also nichts anderes als ein Schmerzsignal, das auf eine massive Überreizung und Schädigung der Hörzellen hinweisen soll, aber von bestimmten Richtungen der Medizin völlig fehlinterpretiert wird. Die beunruhigendsten Therapieansätze, so Dr. Wilden, beschäftigen sich damit, dem Tinnituspatienten einen „Noiser“ ins Ohr zu setzen, der durch ein eigenes Geräusch das Tinnitusgeräusch überlagern soll. Die so genannte TRT-Methode geht überdies davon aus, dass das Tinnituspfeifen in seiner „chronischen Form“ nicht im Ohr verursacht werde, sondern sich ausschließlich als ein Defekt im Gehirn darstelle. Ein fataler Irrtum, denn die Hörzellen dieser fehlbehandelten Patienten werden nun mit grotesken Behandlungsempfehlungen immer weiter belastet und geschädigt.

Die Lösung ist stattdessen – wie die meisten genialen Lösungen – einfach: die Ohren müssen sich regenerieren. Die Fähigkeit der Ohren, bzw. der Hörzellen zur biologischen Regeneration ist bemerkenswert, man muss ihnen nur die Gelegenheit dazu geben. So rät Dr. Wilden, sich so oft es geht, den Luxus der „Stille“ zu gönnen, damit sich die Hörzellen regenerieren und sich mit der benötigten Stoffwechselenergie, dem ATP, wieder aufladen können. ATP, das so genannte AdenosinTriPhosphat, ist der primäre Energieträger bei allen Stoffwechselvorgängen im Körper. Sind die Hörzellen erschöpft, leider sie unter ATP-Mangel und es fehlt ihnen damit der Brennstoff für ihre Arbeit. Ein Weg zur Stille ist der gute alte Ohrstöpsel, den man so oft wie nur möglich tragen sollte um den Ohren eine Pause zu gönnen. Ist das Innenohr allerdings so stark belastet, dass mit gelegentlichen Ruhephasen keine ausreichende Heilung eintritt, schafft der von Dr. Wilden weltweit auf Kongressen vorgestellte „Ohrlaser“ oft Abhilfe. Die „Low-Level-Laser“ Therapie beruht auf den Eigenschaften des Laserlichtes den Zellstoffwechsel anzuregen und die Zellheilung zu beschleunigen. Das Laserlicht wird direkt ins Ohr gestrahlt und entfaltet dort seine wohltuende Wirkung – die Behandlung ist im Übrigen nicht nur absolut schmerzfrei, sondern auch sehr angenehm und kann mit einem Heimgerät auch zu Hause angewendet werden.

Information von: www.dr-wilden.de www.dasgesundeohr.de

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2 Kommentare to “Hellhörig”

  1. sebastian weber
    10. Dezember 2010 at 23:32 #

    Das mit dem Laser hört sich sehr gut an und dank dieser Seite bin ich sehr optimistisch geworden.
    Ich hätte jedoch bitte eine Farge, nämlich ob diese Laser therapie für den rest des lebens angewendet werden muss oder ob diese Therapie nur vorübegehend sprich bis die Tinnitus geräusche entgültig weg sind, und wenn sie erst mal weg sind ob man sie leichter wieder bekommen kann als vorher wenn man sich wieder in einer Lautstarken Situation befindet?
    Ich bin nämlich 17 jahre alt und leide unter leichtem Tinnitus seit etwa einer Woche. Kann man die ATP energie eigentlich auch bewusst über die Nahrung aufnehmen wenn ja was sollte man Essen um dies zu bezwecken.
    Ich würde mich sehr um eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße

  2. paparazzo01
    21. Dezember 2010 at 16:41 #

    Kleiner Tipp: ruf den Doc selbst an…

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