Laufen an der frischen Luft ist gesund und tut gut und in der Gruppe macht es doppelt Spaß. Das haben sich die Teams von Sport Pauli und der Bäckerei Kerscher auch gedacht und gemeinsam die Tour de Kerscher ins Leben gerufen. Jeden Montag um 18 Uhr treffen sich Jogger und Walker abwechselnd in Schalding, Ingling und Eging zum gemeinsamen Laufen. Mitmachen kann jeder, der zwei Beine hat. PAparazzi war beim Start der diesjährigen Tour dabei und ist nach leichten Startschwierigkeiten restlos begeistert.
So, nun stehe ich da, klammere mich an die Kamera und schwitze schon, bevor wir überhaupt loslaufen – das nennt man dann wohl Angstschweiß. Als Hobbyläuferin, die gerne frühmorgens eine kleine, entspannte Runde joggt, will ich den Start der Tour de Kerscher nicht verpassen. Ob das allerdings eine gute Idee ist? Jeder scheint jeden zu kennen, überschwänglich begrüßt man sich. Ich stehe etwas abseits und beobachte das Geschehen. „Hey, wie war der Marathon?“, „Ich hab gehört, du bis von Passau nach Linz gelaufen?“ – immer wieder höre ich solch Furcht einflößende Gesprächsfetzen. Aber was soll‘s. Jetzt bin ich schon da, dann mache ich auch keinen Rückzieher.
Schon bevor die anderen loslaufen, hole ich mir einen Vorsprung – schließlich muss ich ja auch fotografieren und will dann am richtigen Ort sein. Schnell holt mich die riesige Gruppe, etwa 100 Läufer und Walker, ein. Ich schließe mich an und komme schnell ins Gespräch. Der nette, durchtrainierte Mann neben mir plaudert fröhlich dahin. Ich bin nur froh, dass er nicht viele Fragen stellt, denn zum antworten fehlt mir die Luft. „Ich mach mal ein Foto“, stöhne ich und springe an den Wegesrand. Ich sehe wie der Mann überholt und sich den Profiläufern ganz vorne anschließt. Einerseits fühle ich mich geschmeichelt, dass er nur wegen mir einen Gang zurückgeschaltet hat. Andererseits packt mich auch der Ehrgeiz mithalten zu können. Schnell die Kamera aus dem Rucksack, abdrücken und weiter.
Jetzt laufe ich neben einer jungen Frau. Auch sie fängt gleich an, sich mit mir zu unterhalten. Komischerweise kann ich mit ihr reden, ohne halb zu ersticken. Ich bin in einer etwas gemütlicheren Gruppe gelandet. Hier fühle ich mich richtig wohl. In angemessenem Tempo geht es an der Donau entlang. „So, und Spurt“, ruft die Anführerin der Gruppe. Ehe ich kapiere, was los ist, haben mich die anderen schon wieder abgehängt. Sie haben einen Sprint hingelegt. Jetzt aber! Ich laufe, was das Zeug hält und habe bald wieder aufgeholt. Beim nächsten Spurt bin ich vorne mit dabei. Zwar komme ich ganz schön außer Atem, aber die Gruppe zieht mich einfach mit.
Nach knapp 50 Minuten sind wir wieder am Parkplatz in Schalding angelangt. Jetzt noch dehnen und dann gibt‘s eine Brotzeit. Denn Hubertus Kerscher, Chef der gleichnamigen Bäckerei, gibt Vollkornsemmel und Getränke aus. Vergnügt unterhalte ich mich mit anderen Läufern und stelle fest, dass nur die wenigstens hier wirkliche Profis sind. Die meisten machen aus Spaß an der Freud mit, so wie ich. Noch hab ich zwar einen rotgeschwitzten Kopf, aber ich bin mir ziemlich sicher: Beim nächsten Lauf bin ich wieder dabei. Es lohnt sich ja auch. Denn nach jedem Lauf gibt es neben einer Brotzeit auch einen Stempel, mit sechs Stempeln kriegt man ein Funktionsshirt von Sport Pauli.
Außerdem ist Laufen gesund – und mich hat es gerade ziemlich glücklich gemacht, dass ich die erste Runde geschafft habe. Mehr Infos, Termine und Treffpunkte unter www.tour-de-kerscher.de.







