Fast könnte man meinen, Floristen hätten den Valentinstag erfunden. Schließlich steigern sie ihre Umsätze am 14. Februar jedes Jahr um 25 bis 50 Prozent. Aber nein, die Floristen haben nichts mit dem Tag der Liebe zu tun. Dieser hat seinen Ursprung nämlich in der Kirche. Viele Kirchen feierten am 14. Februar die Ankunft Jesu als himmlischer Bräutigam zur Himmlischen Hochzeit. Der Name des Tages geht auf die Legende des Bischofs Valentin von Terni zurück. Valentin war im dritten Jahrhundert Bischof in Italien. Er traute Soldaten, obwohl der Kaiser es verboten hatte. Den frisch vermählten soll er Blumen aus seinem eigenen Garten geschenkt haben. Am 14. Februar 269 ließ ihn Kaiser Claudius II wegen seines christlichen Glaubens enthaupten.
Seit der Reform des römisch-katholischen Generalkalenders 1970 wurden Valentin und sein Gedenktag aus der Liturgie der Kirche zugunsten des Todestages des Heiligen Kyrill gestrichen. Gefeiert wird der Tag aber nach wie vor – auch wegen der intensiven Werbekampagnen der Floristen.
Ursprünglich wurde der Valentinstag nur in England begangen. Dort werden seit dem 15. Jahrhundert Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Erst seit 1667 gibt es auch Blumen. Seit die Gattin des Dichters Samuel Pepys auf ein Valentinsgedicht mit einem Strauss Blumen reagiert hat, gab es viele Nachahmer. Englische Auswanderer brachten den Brauch schliesslich in die USA. Nach Deutschland kam der Valentinstag erst nach dem Zweiten Weltkrieg – amerikanische Soldaten haben hier den Tag der Liebe gefeiert.
Aber nicht überall wird der Valentinstag mit Blumen gefeiert. In Japan beispielsweise bekommen die Ehemänner, Kollegen und Chefs von den Frauen Schokolade. Im Gegenzug erhalten sie am 14. März, dem White Day, weisse Schokolade. Die Finnen schicken Menschen, die sie gerne haben, eine Karte – meist anonym. Auch kleine Geschenke an die besten Freunde sind dort üblich.
Und was machen wir? Wir sollten innehalten und über unsere Liebste nachdenken. Denn es gibt weitaus mehr, das ihr Freude macht, als nur rote Rosen. Wie wäre es, wenn Sie am 14. Februar ausnahmsweise pünktlich Feierabend machen und Ihre Angebetete fein zum Essen ausführen? Auch eine sinnliche Massage oder ein selbst verfasstes Gedicht lässt Frauenherzen höher schlagen. Egal für was Sie sich entscheiden – ob Blumen, Dinner, Erotik oder doch nur eine kleine Karte – wichtig ist, dass das Geschenk persönlich ist. Einen Blumenstrauss vom Discounter können Sie auch morgen noch kaufen…







