Der Altöttinger Musiker Alfons Hasenknopf, seine Bandkollegen und viele Sponsoren machen es möglich, dass missbrauchte Kinder ihren Weg zurück ins Leben finden. Nach einem Zeitungsbericht über einen Landwirt, der sein Kind jahrelang missbrauchte, schrieb Alfons Hasenknopf den Steh auf-Song. „Meine Frau und ich haben uns schon immer mit Missbrauch beschäftigt. Ich bin selbst als Kind von einem Mann missbraucht worden und weiß um diese Gewalt, die ein Leben verändert. Als ich dann Vater wurde, setze ich mich schließlich noch mehr mit dem Thema auseinander. Nach dem Zeitungsbericht wusste ich, dass es höchste Zeit ist, meiner Verantwortung als Erwachsener nachzukommen.“ Nachdem der Steh auf-Song auf überwältigende Resonanz gestoßen war, gründete der Sänger 2007 den Suibamoond-Fonds und ging auf die Steh auf- Tour. Zusammen mit der Suibamoond-Band gab er in und um Altötting zahlreiche Konzerte – alle Musiker, Helfer, Organisatoren und Lokalitäten-Besitzer arbeiteten ehrenamtlich. Schon die Premiere in der Wackerhalle war ausverkauft, bereits an diesem Abend kamen 12 000 Euro in den Fonds. Heute haben die Musiker, Sponsoren und Fans 70 000 Euro erwirtschaftet. Mit dem Geld werden überwiegend Therapien finanziert, für die die gesetzlichen Krankenkassen nicht aufkommen. Aber auch in Prävention wird investiert. „Der großartigste Augenblick war für mich, als ein Kind freudestrahlend Gesangsunterricht bekam. Das Mädchen redete nach schwerem Missbrauch nicht mehr und konnte sich nur durch Gesang ausdrücken. Mittlerweile spricht sie wieder. Da bekomme ich richtig Gänsehaut.“ Nächste Etappe ist die Erschließung anderer Landkreise. Missbrauch ist schließlich nicht nur im Landkereis Altötting ein Thema. Die Steh auf-Tour ist nun beendet. Dafür gibt es jetzt einen Förderverein Suibamoond. Wer spenden oder beitreten will, findet alle Infos unter www. suibamoond.de. Wer die Suibamoond-Band gerne mal hören würde – am 17. September startet die neue Tour „Mensch Drin“ im Staatssaal Burghausen.
Alfons Hasenknopf
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