STRAUBING. Gegen 3:00 Uhr des Mittwochmorgen, geriet das Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Albrechtgasse in Straubing in Brand. Alle 22 Anwohner die sich zu der Zeit im Haus befanden, konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen lediglich eine Frau erlitt leichte Rauchvergiftung. Über die Brandursache ist derzeit noch nichts bekannt. Ersten Schätzung zu Folge beläuft sich der Sachschaden auf ca. eine Million Euro, zudem ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar.
Da der Dachstuhl zum Teil eingestürzt war, musste das Blechdach abgetragen werden, um an die letzten Glutnester zu kommen. Die Straubinger Feuerwehr setzte zur Brandbekämpfung insgesamt rund 100 Einsatzkräfte ein, mehrere Löschzüge mit drei großen Drehleiterfahrzeugen waren vor Ort. Der Rettungsdienst hatte rund 40 Helfer und drei Notärzte, sowie zwei Notfallseelsorger im Einsatz. Die Versorgung der gesamten Einsatzkräfte hatte der Malteser Hilfsdienst übernommen.
Das Gebäude wurde inzwischen als einsturzgefährdet klassifiziert, da es durch das Feuer in den oberen Stockwerken und den massiven Wassereinsatz schwer beschädigt und unbewohnbar wurde. Da das Haus in einer langen, eng bebauten Häuserzeile mitten in der Straubinger Innenstadt – nur rund 100 Meter vom Ludwigsplatz entfernt – steht und auch Gasleitungen verbaut sind, bestand höchste Eile bei den Löscharbeiten. Letztlich konnte die Straubinger Feuerwehr aber durch den massierten Einsatz von Personal und Gerät den Brand unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf direkt angebaute weitere Häuser und somit eine größere Katastrophe in der Straubinger Innenstadt vermeiden.
Der Schaden an dem Gebäude wird inzwischen auf rund eine Million Euro taxiert, auch ein Totalschaden ist momentan nicht auszuschließen. Beschädigt wurden auch zwei vor dem brennenden Haus geparkte Fahrzeuge, weil Teile des einstürzenden Dachstuhles darauf fielen.
Besonders couragiert gingen zwei Ersthelfer – Andreas Werner und Armin Foidl aus Parkstetten im Landkreis Straubing-Bogen – vor. Die beiden jungen Männer sind selbst Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Parkstetten und hielten sich zur Brandausbruchzeit im Lokal “ZigZag” direkt gegenüber des Brandortes auf. Die beiden 29- und 39-jährigen Männer liefen sofort in das Haus und alarmierten alle Bewohner und forderten diese zum Verlassen des bereits im Dachgeschoß in Flammen stehenden Hauses auf.
Die Albrechtsgasse muss weiterhin gesperrt bleiben, die Auswirkungen auf das innerstädtische Verkehrsgeschehen sind aber dadurch eher gering, da sich die gesperrte Gasse leicht umfahren lässt. Der durch Einsatzfahrzeuge belegte Straubinger Ludwigsplatz konnte gegen 6.30 Uhr wieder für den Verkehr frei gegeben werden.







