Es war einer der ruhigen Abende in der Passauer Altstadt, als würde sich die Kunst dort gerne ablegen um sich entfalten zu können. Passend dazu, die warmen Farben des Herbstes, die man in seinen Bildern wieder fand. Die Kunstaustellung “Zwischenzeiten” von Madhi Abdullah war von Anfang an ein interessantes, abwechslungsreiches und bewegendes Ereignis im “Kultur-modell”.
Angefangen von unterdrücktem Indonesischem Volk bis gegensätzliche Kulturen wurden viele Themen angesprochen. Es ist kein unbeschriebenes Blatt das die Indonesiche Bevölkerung seit Jahrzehnten nach Meinungsfreiheit und Demokratie schreit. Dies spiegelt sich in seiner Kunst geschickt wieder. Zwei Merkmale die in fast jedem Bild zu finden waren , – Stechende Orangetöne und wiederkehrende Muster, diese gaben einem das Gefühl von Stärke.
Eine zerbrechliche, etwas ältere Dame, die von tiefen falten geprägt ist, trug einen undichten schwerwirkenden Eimer auf den Schultern. – Ein Feldarbeiter, trug statt Weizen in seinem Korb das Indonesische Wappen auf seinem Haupt. Die Augen jener jedoch, strahlten Gutmütigkeit aus, sie wirken angeschlagen aber dennoch zufrieden.
Nicht nur dies Fasziniert einem an seinen realwirkenden Bildern. Seine ganze Künstlerfreiheit behielt er jedoch nicht, die Regierung hielt diese Bilder für gesetzeswidrig, somit musste er das Bild verändert darstellen, doch die message dringt auch so unmissverständlich durch. Es ist ein Kampf, ein Kampf für Gerechtigkeit und Wertschätzung der Menschen in diesem doch sehr armen Landes.
Vielleicht schaut Madhi Abdullah damit gezielt und provokant in Richtung Freiheit. Es prallen zwei Welten zusammen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das “volle” Deutschland hier ,das “spärliche” Indonesien dort. “Es ist eine ganz andere Welt, nicht zu vergleichen”, erwähnte er mehrmals im Gespräch. “In Asien kann man von der Kunst allein nicht leben”. Nicht nur das, ist ein Grund für die unterschiedlichen Berufe die er ausübt. Mit einem Bein widmet er sich seiner Kunst, mit dem anderen der Architektur. So beschrieb er es, rauszuhören war aber, das er auf der Seite der, der Kunst gehört, sein Herz “intensiver” schlägt. Seit dem Tsunami 2004, den er leibhaftig mitbekam, hat er nicht nur den Verlust seiner Eltern und Geschwister bis auf seinem Bruder ertragen müssen, die Flutkatastrophe riß ihm so zusagen oder wortwörtlich den Boden unter den Füßen weg. So auch sein eigen gebaut und konstruiertes Haus. In kürzester Zeit brach seine erschaffene Welt zusammen. Doch das hindert Mahdi Abbdullah nicht weiterzumachen und mit anschaulichen “Argumenten” für eine bessere Zukunft zu kämpfen. In den Islamischen Ländern wurde diese Klimakatastrohpe als Gottesstrafe angesehen und die Gesetze des Kurants sollten zukünftig noch disziplinarischer eingehalten werden.
Wenn man doch bedenkt, dass allein ein Spaziergang oder eine Unterhaltung zu einer fremden Frau für Aufregung sorgt und als Sündigung angesehen wird, kann man sich die Ausmaße dessen ausmalen. Beispielsweise das Abbildungsverbot was zunächst keine Problematik darstellte wurde nun zunehmend gefordert. Dies veranlasste ihn seine Bilder zu überarbeiten und zu retuschieren. Ein schüchtern wirkender kleiner Mann lächelt, während ihn die Redner ausserordentlich für seinem Mut und Durchsetzungsvermögen ehrten. Man würde durchaus nicht annehmen, dass dieser bescheidene, dankbare und ebenso sehr entgegenkommende und Mann, ein Journalist, Architekt und zugleich als einer der bedeutedsten Maler unserer Zeit gilt. So stelle ich mir einen modernen Revolutionär vor








Der moderne Revolutionär. Schön ausgedrückt. Aussagekräftig.