Nationalspieler Robert Enke tödlich verunglückt

enkeUm halb neun Uhr heute Abend verbreitete sich die Meldung, dass Torhüter Robert Enke tödlich verunglückt ist. Die Polizei geht bislang von einem Selbstmord aus, auch wenn die genaue Unglücksursache erst noch ermittelt werden muss. Wie die Polizei mitteilte wurde der achtmalige Nationalspieler gegen 18:25 Uhr von einem Zug erfasst und dabei tödlich verletzt. Es wird noch eine polizeiliche Untersuchung geben, auch an der Unglücksstelle ein Bahnübergang in Neustadt am Rübenberge. Die Unglücksstelle liegt in der Nähe von Enkes Wohnort. Die Nachricht vom plötzlichen Tod des Nationalspielers schockt die Fußball-Fans in ganz Deutschland.

Auch die DFB-Auswahl zeigte sich bislang betroffen. Zur Zeit bereitet sich die deutsche Nationalmannschaft auf zwei Freundschaftsspiele am Samstag und kommenden Mittwoch vor. Im Bonner Quartier erfuhren die Nationalspieler vom tragischen Ende ihres Nationalmannschaftskollegen.

Zuletzt hatte Enke wegen einer bakteriellen Infektion die entscheidenden WM-Qualifikationsspiele, bei denen er als Nummer 1 im Tor stehen sollte, verpasst. Für die aktuell anstehenden Länderspiele gegen Chile und die Elfenbeinküste war er noch nicht wieder nominiert worden. Bundestrainer Joachim Löw hatte Robert Enke aber offenbar signalisiert, dass seine Chancen weiterhin gut stehen, im Kreis der Nationalmannschaft wieder auf Position eins im deutschen Tor zu rücken.

Robert Enke war verheiratet. Seine Tochter starb 2006 im Alter von zwei Jahren an einem angeborenen Herzfehler. Enke wurde nur 32 Jahre alt. Wenige Stunden vor seinem Tod, hatte Bundestrainer Löw sich gegen eine Nachnominierung Enkes entschieden und ordnete dem 32-Jährigen statt Training beim Nationalteam individuelle Einheiten in Hannover an. Er solle ganz gezielt trainieren um an seiner Fitness zu arbeiten.

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