Nikolaus im Schokohaus

nikoWenn im flämischen Schokoladenhaus in Passau Kinderträume wahr werden … und Erwachsene dahinschmelzen

Schokolade und Kinder, das gehört irgendwie zusammen und so kam auch kürzlich im flämischen Schokoladenhaus zusammen, was zusammen gehört. Patrick de Clerck hatt e sich entschlossen, mit einigen Kindern echte Nikoläuse aus feinster belgischer Schokolade herzustellen – und Paparazzi war selbstverständlich dabei.

Patrick de Clerck ist ein waschechter belgischer Chocolatier und in seinem „flämischen Schokoladenhaus“ in der Passauer Grabengasse entsteht unter seinen kreativen Händen das, was Kinder und Erwachsene auf der ganzen Welt – und vor allem in Passau – in Verzückung geraten lässt: feinste Pralinen, Trüff eln und Schokoladen. Jetzt zur Weihnachtszeit hat eine Schokokreation jedoch besondere Konjunktur: der traditionelle Schokoladen- Nikolaus – und zwar der echte, darauf legt Patrick de Clerck besonderen Wert. Nur der echte, heilige Sankt Nikolaus wird hier gefertigt, für den amerikanischen „Weihnachtsmann“ der eigentlich als reines Fantasieprodukt einer früheren Coca- Cola-Werbung entstammt, hat man in einer echten Traditionswerkstatt nicht die Schoko-Bohne übrig.

Celine, Stephanie, Sebastian, Elena, Martial, Leonie und Nicolas freuten sich schon Tage zuvor, endlich einmal in einer echten Schokoladenküche dabei sein zu dürfen, wenn ein echter Nikolaus inseine süße Form gebracht wird. Zu Beginn erklärte der Meister seinen wissbegierigen kleinen Gästen erst einmal, wie denn so ein Nikolaus überhaupt gemacht wird und machte vor, wie der Trick mit der flüssigen Schokolade funktioniert: Erst wird die Form mit fl üssiger Schokolade gefüllt, dann werden an einem Rütt elbrett die eingeschlossenen Luft bläschen aus der Schokomasse geschütt elt und schließlich wird die überschüssige Schokolade einfach wieder aus der Form gegossen. Zurück bleibt eine Schicht aus leckerer Schokolade, die an den Innenseiten der Form abkühlt und fest wird – “eigentlich” ein Kinderspiel.

Und weil es “eigentlich” ganz einfach ist, durft en nach einer kurzen Einweisung auch die kleinen Schokofreunde selbst ans Werk gehen. Jeder durft e sich seinen Nikolaus selbst machen: füllen, rütt eln, ausgießen, beiseite legen. Wie ein Uhrwerk funktionierte die Produktion, Patrick de Clerk staunte nicht schlecht über das Geschick, mit dem die Kinder sich ans Werk machten. Als der letzte Nikolaus gegossen war, musste natürlich eine kleine Wartezeit überbrückt werden – die warmen Formen sollten im Kühlschrank eine kleine Pause machen, damit man die weihnachtlichen Figuren aus ihren Formen befreien konnte. Die Wartezeit wurde jedoch auf die denkbar leckerste Art und Weise überbrückt, die man sich nur vorstellen kann ein ganzer Topf von feinster, 35° Grad warmer, flüssiger Schokolade, und jeder der kleinen Chocolatiers durft e sich mit dem Kochlöffel darin gütlich tun.

Es folgte ein genussvolles Rühren und Schlecken, das fast kein Ende nehmen wollte, kaum einer konnte genug von der süßen, cremigen Masse bekommen, da war die Zeit bis zum nächsten Arbeitsschritt in der Nikolausproduktion fast schon viel zu schnell verfl ogen. Gestärkt mit unendlich leckeren Kalorien wurden nun die gekühlten Formen aus dem Kühlschrank genommen und die Formen geöff net: ein voller Erfolg! Alle Nikoläuse ließen sich problemlos aus der Form lösen, alle waren makellos und perfekt gelungen! Zur Belohnung durft e natürlich jeder seinen selbst gegossenen Schokomann mit nach Hause nehmen. Eine rundum glückliche und begeisterte Kinderschar hat an diesem Tag viel über Schokolade und die Herstellung von Naschereien gelernt, die unvergleichlich feine, echte belgische Schokolade ausgiebig probiert und schätzen gelernt – und eine wahrscheinlich für immer bleibende Erinnerung an ein besonderes Erlebnis mit nach Hause genommen. Patrick de Clerck selbst versprach, dies zu Ostern zu wiederholen. Auch für ihn war es off ensichtlich ein großes Vergnügen mit einer Schar begeisterter „Schokoholics“ seine große Leidenschaft zu teilen und die von Herzen kommende Freunde in vielen glänzenden Kinderaugen zu sehen, für die Weihnachtszeit wohl eigentlich gedacht ist.

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