Fette Lügen: Lebensmittelzusätze sind unbedenklich

Kategorie: Sport - Wellness - Gesundheit | Autor: susi | 06. Juni um 14:22 Uhr

Was ist wirklich drin, in unserem Essen? Mit dem, was wir glauben als Lebensmittel zu kennen, hat es jedenfalls nur noch sehr wenig zu tun. Ein Cocktail von Chemikalien, Zusatz- und Hilfsstoffen, technisch veränderten Nährstoffen, Plastikhormonen und künstlichen Aromen. Ist das wirklich so “unbedenklich”?

Die Lebensmittelindustrie versorgt uns mit unserem täglich Brot. Dabei werden unglaubliche Mengen umgeschlagen und die Produkte sollen aber immer billiger werden. Die Lösung: teure natürliche Rohstoffe die Geschmack und Vitamine liefern könnten, werden durch künstliche Stoffe ersetzt. Aromastoff e und Geschmacksverstaärker sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Auch die Grundnahrungsmittel sind nicht mehr das, was sie einmal waren. Fette, Eiweisse und Kohlehydrate sind durch die industrielle Verarbeitung chemisch verändert.

Denaturierte Kohlehydrate

Alle Kohlehydrate besitzen einen sogenannten glykämischen Index, der besagt, wie schnell der Verzehr dieses Lebensmittels im Körper zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels führt. Je niedriger, desto besser, denn umso gleichmäßiger werden die Kohlehydrate an das Blut abgegeben und stehen so länger dem Körper als Energiequelle zur Verfügung. Einen zu raschen und plötzlichen Anstieg des Blutzuckerspiegels beantwortet der Körper mit einer Ausschüttung von Insulin, welches den Zucker aus dem Blut heraus fischt und ihn zu Fettdepots umwandelt. Alle naturbelassenen Kohlehydratquellen haben einen ausgesprochen niedrigen glykämischen Index, doch je höher der Grand an industrieller Verarbeitung ist, desto höher steigt der Index. Pellkartoffeln haben einen Index von 60-65, Salzkartoff eln von 70, Kartoffpüree (selbst gestampft ) bereits von 80, Instantpüree oder Tiefkühlpüee hat einen Index von bereits 90 und Pommes frites haben einen Index von 95. Zum Vergleich: weißer Kristallzucker hat einen Index von 100. Rohe Karotten leisten sich einen Index von 30.

Je höher der industrielle Verarbeitungsgrad eines Lebensmitt els, desto höher ist sein Dickmacherpotential. In Fertiggerichten finden wir fast ausschließlich Kohlehydrate, die eine Insulinreaktion provozieren, die stärker als bei einem Schokoriegel ist – und entsprechend schnell zu Fettdepots umgewandelt werden. Im Klartext: Fertiggerichte setzen sogar mehr an, als Süßigkeiten. Light macht schwer und der Begriff „Fertiggerichte“ kommt daher, dass sie einen regelrecht fertig machen.

Denaturierte Fette

Fette kommen in der Natur fast ausschliesslich in einer bestimmten chemischen Form vor, der sogenannten Cis-Form. Diese Form der Fettsäuren ist dem Körper als Nahrung bekannt und er kann gut damit umgehen. Er baut daraus mitunter seine eigenen Nervenzellen auf. Durch die industrielle Verarbeitung natürlicher Fettsäuren, wie Härten oder Erhitzen, verändern sich diese Cis-Fett e zu so genannten Trans-Fettsäuren. Diese Transfettsäuren sind ein dem Körper unbekannter Stoff , werden aber als solcher nicht erkannt. Die Folge ist, dass Transfette in die Körperstruktur eingebaut werden, und dort erhebliche Schäden verursachen. Denken Sie an Ihren erneuerten Körper, den sie alle 1-2 Jahre geschenkt bekommen. Er wird zu einem gewissen Teil aus Transfetten bestehen, die in die Zellstruktur Ihres Körpers eingebaut wurden, obwohl sie von Natur aus dort gar nicht existieren dürften. Können Sie sich vorstellen, dass diese unnatürlich veränderten Zellen in Ihrem eigenen Körper Probleme verursachen? Von Krebserkrankungen, Herzinfarkt und degenerativen Erkrankungen reicht die Palette der Probleme, für die Transfette verantwortlich gemacht werden. Unklar ist, ob Transfettsäuren, die als Depotfett eingelagert werden, überhaupt noch ebenso gut in den Stoffwechsel zurück zu führen sind, wie natürliche Fettsäuren.

Chemischer Cocktail als Botenstoffe

Die Liste der „zugelassenen“ Lebensmittelzusatzstoffe ist lang. Angeblich seien alle zugelassenen Zusatzstoffe „unbedenklich“. Das jedoch ist eine gefährliche Lüge, mit der die Verbraucher im Interesse der Lebensmittelkonzerne getäuscht werden. Und diese Täuschung wird von den höchsten Stellen unserer Regierung und von so genannten Ernährungswissenschaftlern sebstbewusst gedeckt und vertuscht. Wie weit bestimmte „Ernährungsexperten“ gehen, um den Verbraucher offensichtlich im Auftrag der Industrie zu täuschen, zeigt eine Aussage vom Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), Professor Peter Stehle: Er hält selbst eine Tagesdosis von einem Pfund (500g) des chemischen Geschmacksverstärkers Mononatriumglutamat für „unbedenklich“. Diese Aussage stützt sich auf ein Wissenschaftlertreffen, das sogenannte „Hohenheimer Konsensusgespräch“, das allerdings von der Glutamatindustrie bestellt und bezahlt wurde.

Professor Stehle hat es bislang vermieden, ein Pfund Glutamat pro Tag zu verzehren, er wird wissen, warum. Glutamat gilt als Auslöser des „Chinarestaurant- Syndroms“, das sich mit Kopfschmerzen, Herzrasen, Schwindel und Muskelkrämpfen bemerkbar macht. Seitens der Glutamathersteller wird argumentiert, dass Glutamat ja ein Botenstoff ist, der im Körper selbst vorkommt und daher nicht schädlich sein könne. Dies ist nicht korrekt, da in der Natur die freie Aminosaäure L-Glutamaminsäure vorkommt und der Geschmacksverstärker Natriumglutamat ein Salz dieser Säure ist. Hier wird durch die Verwendung desselben Wortes für letztlich verschiedene Substanzen der Laie arglistig getäuscht, indem ihm Glauben gemacht wird, es sei dasselbe. Das in der Natur vorkommende und auch in der Muttermilch vorhandene L-Glutamaminsäure ist nicht dasselbe wie der chemische Geschmacksverstärker! Jedoch wird dieses Glutamat-Salz im Körper zu L-Glutamat umgewandelt. L-Glutamaminsäure ist einer der wichtigsten Botenstoffe im Körper und in der Reizübertragung von Nevenzellen. Durch eine erhöhte Zufuhr von L-Glutamaminsäure durch die mit Natriumglutamat angereicherte Nahrung kommt es nun zu einer Überschwemmung der Nervenzellen mit dem Botenstoff, wodurch sozusagen eine Dauererregung erzeugt wird. Dies kann zum Beispiel epileptoide Krampfanfälle auslösen oder Migräne verursachen. Schlimmer jedoch ist es, dass die Nervenzellen, die unter Dauer-Glutamat-Erregung stehen, letztlich überlastet sind, ihre Funktionsfähigkeit verlieren und absterben. Glutamat kann so Hirnzellen zerstören und das berüchtigte Glaukom (grüner Star) verursachen und ist wahrscheinlich an der Entstehung von Alzheimer, Parkinson und multipler Sklerose ursächlich beteiligt. Kindern kann es das ADHS-Syndrom bescheren, indem es Nervenzellen übererregt. Und es macht dick, soviel ist sicher, da es appetitanregend wirkt. Glutamat findet sich in nahezu jedem Fertiggericht, fast jeder Tütensuppe, in Gewürzmischungen aller Art sowie in Chips oder Fertigsoßen. Nicht zuletzt auch in Fast-Food, in dem Glutamat durch die direkte Wirkung auf das Sättigungszentrum im Gehirn einen ungebändigten Appetit auf mehr auslöst.

Gleiches gilt für die Süßstoff e: Chemische Verbindungen, die meistens, wie bei Cylamat und Aspartam in dringendem Verdacht stehen Krebs auszulösen. Süßstoff ist neben seiner äußerst bedenklichen Eigenschaft als indirekter Dickmacher verdächtig Krebs auslösen zu können. Aspartam zum Beispiel wird bei der Verdauung in die Abbauprodukte Methanol und Formaldehyd zerlegt. Beide Substanzen sind hochgiftig und reichern sich zum Teil im Körper an. Zu nennen sind an dieser Stelle auch die Stoffe, die aus den Plastikverpackungen in Lebensmittel übergehen können und dies auch tun: „Phtalate“. Diese so genannten Weichmacher wirken in der Regel wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Sie beeinflussen bei Männern, insbesondere bei männlichen Kleinkindern, die heranwachsende Zeugungsfähigkeit negativ, verursachen Krebs an den Geschlechtsdrüsen (Prostata und Brust) und sorgen bei Frauen und Männern für eine gestörte Stoffwechsellage: mehr Fetteinlagerung und behinderte Fettfreisetzung sind nur ein Beispiel der Wirkungen. Die gefährlichen Potenziale diverser Substanzen werden natürlich von der Industrie herunter gespielt. Schnell wird mit sorgsam geplanten “Studien” die Unbedenklichkeit belegt. Wie solche Studien funktionieren, ist jedoch hinlänglich bekannt. Die studienführenden Institute finanzieren sich ausschliesslich durch Aufträge aus der Industrie. Ist tatsächlich irgendjemand so naiv zu glauben, dass ein Institut mit einer kommerziellen Studie zur Unbedenklichkeit von Süßstoffen den Auftraggeber und Finanzier derselben in die Pfanne haut?

Insgesamt sind in der EU weit über 300 chemische Stoffe als Zusätze in Lebensmitt eln zugelassen. Besonders pikant dabei: Stoffe, die im fertigen Produkt keine technische Funktion mehr haben, müssen nicht deklariert werden. Wenn zum Beispiel die Fruchtzubereitung eines Fruchtjoghurts mit Konservierungsstoffen versetzt ist, der fertig angemische Joghurt jedoch nicht, so darf das Endprodukt als “Frei von Konservierungsstoff en” deklariert werden. Lug und Betrug, wohin man blickt.

Allesamt stellen diese Stoffe für den Organismus völlig fremdartige Substanzen dar, aus denen er dennoch versucht, vernünftiges Baumaterial zu gewinnen. Was dieser Chemiecocktail tatsächlich an Wirkungen und Nebenwirkungen im Körper verursacht, besonders auf lange Frist, ist völlig unbekannt.

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